Österreichischer Volleyballverband - Beach 
 
Blagojevic: 'Enttäuschung ist riesig!
12.07.2012 23:43

AUSTRIA Volleyballteam blo(ck)ggt, #11

Sascha Blagojevic zählt gemeinsam mit Lorenz Koraimann und Max Thaller zur jungen Garde im AUSTRIA Volleyballteam. Aktuell greift Blagojevic mit dem Juniorennationalteam in Frankreich an.

Am heutigen Tag ist die Enttäuschung einfach nur riesengroß. Mit zwei Niederlagen können wir die EM-Teilnahme schon fast abhacken und müssen auf ein Volleyball-Wunder hoffen, um doch noch am zweiten Platz zu landen. Gelingt uns das doch noch, sind wir von den Ergebnissen der zweiten Gruppe abhängig. Mit maximal vier Punkten bester Gruppenzweiter zu werden scheint aber dennoch fast ausgeschlossen.
Dass wir in Frankreich zwei Mal knapp verloren haben, ist noch schwer zu realisieren. Die gesamte Vorbereitung ist für uns eigentlich super gelaufen. In Friedrichshafen haben wir zuletzt sogar endlich einmal unseren Angstgegner Deutschland bezwungen und waren dadurch noch zusätzlich für die Qualifikation motiviert.
Angefangen von der Anreise hat alles nun aber einen negativen Lauf genommen. Obwohl es immer knapp zugegangen ist, war das Glück offensichtlich nie auf unserer Seite.
In Paris haben wir am Dienstag unseren Anschlussflug nach Bordeaux um fünf Minuten verpasst und mussten danach über fünf Stunden warten. Dadurch haben wir natürlich auch unser erstes Training in der Spielhalle nicht absolvieren können. Um wenigstens irgendetwas für den Körper zu tun, haben wir am Flughafen in Paris Kräftigungsrunden absolviert und gestrecht. Vorher sind wir schon ein paar lockere Runden gelaufen.
Die Niederlage im Auftaktmatch gegen die Franzosen ist aber sicher nicht durch das eine fehlende Training zu erklären. Ich denke es hat wirklich nur einfach das Glück gefehlt. Im fünften Satz hatte ich zum Beispiel bei einem unserer drei Matchbälle Service. Der Ball ist wirklich ganz knapp an der Linie gelandet und wurde als Out-Service gewertet. In Österreich wäre es möglicherweise umgekehrt gewesen, so knapp war die Entscheidung. Alleine dieses Service hätte also auch den Sieg bedeuten können.
Durch die Niederlage haben wir uns aber nicht demotivieren lassen und sind auch gegen Finnland gut gestartet. Nachdem wir die ersten beiden Sätze wieder hauchdünn verloren haben, war dann leider aber endgütlig die Luft draußen und wir konnten nicht mehr zulegen. Die Finnen hatten sicher den Vorteil, dass sie gestern gegen die Ukraine einen lockeren Sieg geschafft haben. Noch dazu im früheren Match. Wir sind dagegen fünf Sätze am Feld gestanden und erst spät ins Bett gekommen. Es klingt vielleicht überheblich, aber wenn man sich das Spiel ansieht hätten wir sicher auch 3:0 gewinnen können. Kleinigkeiten haben in den ersten beiden Sätzen zu ihren Gunsten entschieden.
Morgen wollen wir die Ukraine jedenfalls schlagen um zumindest die Mini-Chance auf den Aufstieg zu wahren. Jetzt muss aber einiges an Glück zurückkommen, damit wir uns doch noch qualifizieren können.
Nach der EM-Quali habe ich nach rund zweieinhalb Monaten mit dem Nationalteam erstmal zwei Wochen Urlaub und Erholungszeit. Rückblickend waren die vergangenen Monate für mich wieder enorm lehrreich. Klare Fortschritte sehe ich besonders bei meinen Verteidigungsleistungen. Bisher habe ich diesem Thema nicht so große Aufmerksamkeit gewidmet. Jetzt ist mir richtig bewusst geworden, dass ich hier großen Aufholbedarf habe.
Ansonsten habe ich auf meiner Position natürlich einen tollen Spieler vor mir. Thomas Zass ist aber nicht wirklich mein Konkurrent. Ich sehe ihn eher als Spieler, von dem ich mir einiges abschauen kann, insbesondere auch im athletischen Bereich. Ein paar Kilo mehr Muskelmasse würde mir zweifelsohne gut tun.
- STA/BLA


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