Österreichischer Volleyballverband - Beach 
 
Kroiss: 'Mein Leben taugt mir voll!"
09.08.2012 11:09

AUSTRIA Volleyballteam blo(ck)ggt, #15

Dass AUSTRIA Volleyballteam Libero Philipp Kroiss nach einem Jahr in der Schweiz nach Österreich zurückkehrt, ist bereits seit einiger Zeit bekannt. Nach seinen starken Vorstellungen in der CEV Volleyball European League steht der Oberösterreicher nun auch wieder im 16-Mann-Kader für die EM Qualifikation im September.


Nach über zwei Monaten Volleyballpause war ich schon ziemlich heiß auf den Trainingsauftakt mit dem Nationalteam. Die freie Zeit hab ich natürlich auch gut nützen können. In meinem Fernstudium (Philosophie und Literatur) habe ich eine große Prüfung absolviert. Mit Freunden war ich in Amsterdam und Berlin. Zum Abschluss mit meiner Freundin auch noch eine Woche in Kroatien. Jetzt steht wieder Volleyball im Mittelpunkt. Insgesamt kann ich sagen, dass mir mein Leben gerade voll taugt und ich absolut zufrieden bin!
Dazu passt auch, dass ich jetzt neben Fred Laure als zweiter Libero in den Teamkader einberufen worden bin. Das allein ist für mich schon ein Erfolg. Immerhin ist der Konkurrenzkampf der drei Liberos (Laure, Kienbauer, Kroiss) groß und das Niveau sehr hoch. Michael Warm hat mich schon nach dem Auftaktturnier in der European League in der Türkei sehr gelobt. Ich selbst war vor allem mit einer Annahmeleistung zufrieden. In der Verteidigung und beim Zuspiel wäre wohl noch mehr drinnen gewesen. Dennoch dürften ihn meine Auftritte überzeugt und entscheidend zu meiner Nominierung beigetragen haben.
Vor einem Jahr war das noch ganz anders. Damals bin ich nach der langen Vorbereitung und den MEL-Spielen vorübergehend aus dem EM-Kader gerutscht und erst zum Schluss nachnominiert worden. Das war ein wirklich harter Schlag, der mir einige Zeit zu schaffen gemacht hat. Umgekehrt habe ich durch die lange Zeit ohne Volleyball andere Facetten des Lebens kennen und schätzen gelernt und bin dadurch vielleicht ein wenig lockerer geworden. Interessant finde ich, dass sich Alex Berger und Peter Wohlfahrtstätter, die so wie ich einen großen Rückschlag erlebt haben, offenbar ebenfalls stark verbessert haben und nach dem Motto 'Jetzt erst recht" voll weitergekämpft haben.
Das Jahr in der Schweiz hat sicher ebenfalls viel zu meiner jüngsten Entwicklung beigetragen. Ich habe mich dort wirklich sehr wohl gefühlt und eine schöne Zeit verbracht. Dass ich mich am Ende gegen eine Vertragsverlängerung und für einen Wechsel zu Aich/Dob entschieden haben, hatte rein sportliche Gründe. Die MEL ist in dieser Besetzung (v.a. mit Innsbruck und Bled) sicher höher als die Schweizer Liga einzustufen. Außerdem dürfte die Mannschaft besser aufgestellt sein.
Besonders gespannt bin ich auf meine Wohnung. Mein neuer Teamkollege Gerald Reiser hat mir bereits einiges erzählt. Sie soll Teil eines Ferienhauses sein, das auch mit Pool und Sauna ausgestattet ist. Zum Ansehen werde ich aber frühestens im September Zeit haben.
Bis dahin steht das Nationalteam im Mittelpunkt und ich versuche mir einen Platz im Team für die EM-Qualifikation zu erarbeiten. Der Trainingsauftakt in Schielleiten war von Beginn an sehr intensiv und wir haben voll losgelegt. Nach mehreren Einheiten in der Halle, stand zum Abschluss der ersten Woche ein Beach Volleyballturnier am Programm. Die eigentlichen Favoriten Alex Berger und Philip Schneider sind nur auf Rang fünf gelandet. Fred Laure und Team-Rookie Ulve Steidl durften hingegen ein wenig überraschend über den Sieg jubeln. Dass Hallen- und Beach Volleyball als zwei verschiedene Sportarten anzusehen sind, steht für mich nicht erst seit heute fest.
Den Vergleich haben wir derzeit auch bei den Olympischen Spielen. In den Trainingspausen verfolgen viele von uns beide Bewerbe ganz genau. Ich beobachte natürlich vor allem die Liberos. Mein absoluter Liebling ist Sergio von Brasilien. Der steht einfach über den Dingen und weiß genau was er macht. Und das nicht nur in der Annahme und in der Verteidigung, sondern auch am Zuspiel. Kein Libero auf der Welt spielt so schnell und variantenreich zu wie er. In dieser Hinsicht ist er ein absolutes Vorbild. Jetzt gerade noch umso mehr, nachdem wir im Training auch viel am Zuspiel arbeiten. Besonders die Liberos und die Mittelblocker sollen sich technisch mehr in Richtung der Zuspieler entwickeln und nicht mehr nur hohe Bälle zuspielen. Derzeit tue ich mir damit noch ein wenig schwer. Ich werde das aber sicher bald in den Griff bekommen.
- STA


Archiv

errea pointPowersportsSportministeriumTeam Rot Weiß RotSporthilfeBundes-SportförderungsfondsDenizBank AGdigital.orf.atSommersport-Spot der NADA Austria!NeahoeTicket