Österreichischer Volleyballverband - Beach 
 
Hommage an Christoph Baumgartner
23.08.2012 15:13

AUSTRIA Volleyballteam blo(ck)ggt, #17

Teammanager Christoph Baumgartner steht im AUSTRIA Volleyballteam durch seine Funktion eher im Hintergrund, während Spieler und Trainer im Rampenlicht glänzen dürfen. Grund genug für die Spieler, ihm dem aktuellen Blog zu widmen!


Dass er eigentlich ein gebürtiger Kärntner ist, wissen nur die wenigsten. Denn er hat sich dem Idiom der Hauptstadt 'ur-gut" angepasst und lässt den heimatlichen Dialekt nur ganz selten auf seine Mitmenschen los. Zum Beispiel dann, wenn er vom zweiten Kärntner im Nationalteam, Simon Frühbauer, wieder einmal um Fahrtgeld angebettelt wird.
Doch wenn er eins gelernt hat im mittlerweile fünften Sommer als Teammanager, dann ist es das stoische Aufnehmen eben genau dieser manchmal nervigen, manchmal kleinlichen, manchmal frechen, manchmal unerfüllbaren und nur ganz selten dringenden Bitten der Spieler.
Im Zufriedenstellen der Spieler und des Trainerteams ist er mittlerweile schon ein Profi, wohl auch dank seines schlauen Notizbuchs, das ihm auf Schritt und Tritt folgt und seine kognitiven Kapazitäten ungemein erweitert. Wer glaubt, dass allein diese Fähigkeiten einen professionellen Teammanager ausmachen, der irrt aber gewaltig.
Als Teammanager warten auf 'Baum(i)", wie er von den Kollegen liebevoll genannt wird, nämlich noch wesentlich größere und verantwortungsvollere Aufgaben. Gemeinsam mit dem Betreuerteam gilt es die gesamte Teamorganisation über Monate hinweg zu planen und umzusetzen. Angefangen von der Organisation aller Reisen und der Verwaltung der Ausrüstung bis hin zu Abrechnungen warten auf ihn vielfältige Herausforderungen, die ihn zumeist sieben Tage pro Woche und oft bis weit in die Nacht beanspruchen.
Dennoch kann man den ganzen Tag über am Zimmer klopfen, oft auch noch kurz vor Mitternacht, und nur in den seltensten Fällen wird das freundliche 'Ja bitte" beim Öffnen der Türe durch ein semifreundliches 'Wos is?" eingetauscht.
Auch wenn ihm der Ausdruck 'Mädchen für alles" nicht ganz so gut gefällt, ist er neben seinen eigentlichen Kerntätigkeiten für die Spieler genau das und noch mehr, nämlich 'die gute Seele" des Teams. Denn seine natürliche Freundlichkeit und Lockerheit, kommt wie auch sein Sinn für Humor und das jung-gebliebene sonnige Gemüt beim gesamten Kader immer gut an und ist Garant für ein gutes Mannschaftsklima.
Sind ihm einmal ein paar freie Minuten gegönnt, verbringt er diese gerne mit Musikhören. Radio Superfly oder Deutscher Hip Hop muss es sein. In den langen Jahren als Festival-Fan hat er sich ein nahezu enzyklopädisches Musikwissen angeeignet. Der Mann weiß also wovon er spricht und diskutiert auch gerne darüber, am liebsten und längsten mit Mittelblocker Gerald Reiser.
Nichts vormachen kann man ihm dagegen in Sachen österreichischer Volleyball-Szene. Auf diesem Gebiet ist er der Experte schlechthin. Fällt der Name eines Österreichers, der jemals zu irgendeinem Zeitpunkt seiner Existenz einen Volleyball berührt hat, egal ob in der Halle oder am Sand, egal ob Amateur oder Profi, kann man sich sicher sein, dass der Baumi ihn und seinen Werdegang kennt sowie auch ein 'Gschichterl" über ihn auf Lager hat. Am Laufenden hält er sich in diesem Bereich vor allem per Facebook, wo er seine 1.153 Freunde (womit er zur absoluten Elite zählt), einmal im Jahr an ihrem Geburtstag mit einem spartanischen 'All well" belohnt.

Doch wie wurde Baumi ÖVV-Teammanager?
Nachdem er bereits in Wolfsberg, wo er groß wurde, das Volleyballspielen erlernt hatte, zog es ihn nach Wien für ein Englisch und Publizistik Studium.
Während er in einer Werbe- und Marketingagentur als kreativer Kopf die Möglichkeit hatte vielfältige Erfahrungen zu sammeln, spielte er in seiner Freizeit weiter Volleyball. Als Libero (einmal soll er zu seinem Trainer gesagt haben 'Ich möcht Aufspieler werden, weil ich ned baggern kann!") gewann er mit UAB Döbling die Wiener Landesliga und den Cup. Später übernahm er auch Aufgaben in der Vereinsführung und als Trainer.
Die gezeigten Qualitäten in dieser Tätigkeit führten ihn schließlich zum ÖVV, wo er die Möglichkeit erhielt, seine unterschiedlichen Talente und seien Leidenschaft für den Volleyballsport in der Aufgabe als Teammanager zu kombinieren. Übrigens sehr zur Freude seiner Lebensgefährtin, die selbst im Nationalteam spielte.

Nun übt er einen Job aus, der ihn immer wieder aufs Neue fordert, in dem er seine Kreativität im Problemlösen unter Beweis stellen kann, und der niemals langweilig wird. Vor allem mit Stress kann er wie kein anderer umgehen, denn aus der Ruhe bringen lässt er sich eigentlich nie. Kein Wunder also, dass beim Überwinden von stressigen Herausforderungen mittlerweile sogar sein markanter cool-schlendernder Gang unverändert bleibt.

DANKE BAUMI!!!!!
- STA/KRO


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