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Tabellenführung für Guttmann möglich
14.11.2013 11:49

Unsere Stars in Europa,#11

Sehr gut läuft es momentan vor allem für Marcus Guttmann und Thomas Zass. Guttmann hat sich mit Sora in der italienischen A2 bereits auf den dritten Platz vorgekämpft. Nach zuletzt vier Siegen in Serie gilt das gleiche auch für Zass in der griechischen Volleyleague. Auf und Abs erleben Philipp Kroiss und Philip Schneider in der vielleicht ausgeglichensten Liga Europas, der Ligue A in Frankreich.

Klare Siege für Guttmann und Blagojevic
Mit 3:1- und 3:0-Erfolgen endete das vergangene Wochenende für die beiden Italien-Legionäre Marcus Guttmann und Aleksandar Blagojevic.
Guttmann steuerte zum Heimerfolg seines Teams gegen Castellana Grotte zehn Punkte bei. Der Sieg wurde laut Guttmann in Hinblick auf das bevorstehende Spiel gegen den Tabellenzweiten jedoch schnell abgehackt. "Im Nachhinein kann man sagen, dass wir uns nicht besonders schwer getan haben, das Match zu gewinnen. Umso wichtiger wird die kommende Begegnung gegen Padova, die mit uns momentan punktegleich sind. Obwohl die Meisterschaft noch sehr jung ist, wird bereits von einem richtungsweisenden Spiel gesprochen." Das sei laut Guttmann auch im Training deutlich spürbar. "Man merkt schon jetzt, dass der Trainer auf das Match hinfiebert und etwas angespannt ist. Natürlich ist das auch nachvollziehbar. Immerhin können wir theoretisch die Tabellenführung erobern und damit ein deutliches Ausrufezeichen setzen."
Überraschend klar setzte sich am Sonntag auch Exprivia Molfetta gegen das Spitzenteam Bre Lanutti Cuneo durch. Besonders am Angriff präsentierte sich Molfetta Cuneo deutlich überlegen. Blagojevics Kollege auf der Diagonalposition, Giulio Sabbi, ist dafür hauptverantwortlich. Mit einer Angriffsquote von bislang 58 Prozent pro Match (gg. Cuneo 67!!!, Anm.) weiß der Italiener zu überzeugen und liegt auch in der Topscorerwertung der A1 mit durchschnittlich knapp über 17 Punkten weit vorne. Insofern hat Blagojevic einen starken Konkurrenten und kommt derzeit nur auf Kurzeinsätze am Netz. Der Wiener nimmt es jedoch mit Humor. "Als ich eingewechselt wurde, hat sich der gegnerische Zuspieler wieder mal nicht getraut in meine Richtung zuzuspielen."

Zass arbeitet sich mit Syros nach vor
Seit der Niederlage zum Saisonstart ist Thomas Zass mit seinem griechischen Klub Syros in der Meisterschaft unbesiegt. In der Tabelle bedeutet dies aktuell Platz drei. Der jüngste 3:0-Erfolg gelang auswärts gegen das Team Pamvohaikos. Und das, obwohl die Begleitumstände laut dem Tiroler alles andere als ideal waren. "Nach der langen An- und Abreise vom Europacup in Weißrussland kam es am Tag vor dem Match bzw. in der Nacht davor zu einigen Problemen. Zuerst ist ein guter Freund von drei Spielern plötzlich verstorben. Um drei Uhr in der Früh ist unser Zuspieler Vater geworden." Dennoch gelang zunächst ein guter Start, wie Topscorer Zass (17 Punkte, Anm.) berichtet. "Zuerst ist alles super gelaufen. Im zweiten und dritten Satz ging es sehr eng her. Wir haben jeweils einen 22:24-Rückstand wettgemacht und uns die Sätze noch geholt. Jetzt geht es zuhause gegen AEK Athen weiter."

Auf und Abs für Montpellier
Auf den 3:0-Heimsieg gegen Saint-Nazaire am Samstag folgte für Philipp Kroiss und Philip Schneider am Dienstag eine 1:3-Niederlage gegen Narbonne. Trotz der gemischten Bilanz ist Libero Kroiss mit den beiden Spielen nicht unzufrieden. "Am Samstag hat die gesamte Mannschaft super gespielt und kaum Fehler begangen. Daraus resultiert der klare Erfolg. Eigentlich war auch das Match gegen Narbonne recht gut. In Summe haben wir aber besonders am Angriff zu viele Fehler begangen. Leider gleich zwei Mal zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt am Ende von engen Sätzen. So hat die kleine Halle im zweiten und vierten Satz richtig getobt." Im dritten Satz bereitete vor allem der ehemalige spanische Europameister Falasca große Probleme. "Er kam Mitte des Satzes zum Service. Obwohl ihm keine direkten Punkte gelangen, konnte wir sechsmal am Stück kein Sideout schaffen. Für mich war das der spielentscheidende Moment. Das hat das Momentum auf ihre Seite wandern lassen."
Kroiss berichtet außerdem vom neuen österreichischen Diagonalangreifer in den Reihen seiner Mannschaft. "Philip Schneider hat als Diagonalspieler jetzt schon das zweite Mal eine sehr gute Leistung abgeliefert und ist derzeit unsere beste Alternative für den formschwachen Argentinier Castellani und den angeschlagenen Franzosen Cortegianni. Beim 3:0-Sieg wurde er sogar zum MVP gewählt."

Ruhige Woche für Bühl
Entspannter als zuletzt geht es derzeit für Florian Ringseis und TV Ingersoll Bühl zu. Aufgrund der aktuellen Spiel-Unterbrechung im Europacup und einem spielfreien Wochenende in der DVL, blieb den Bühlern etwas Zeit neue Kräfte zu tanken. Im Pokal dürfte davon schon wieder einiges abhanden gekommen sein. So setzten sich die Bühler gegen den Zweitligisten L.E. Volley erst im Tie-Break und nach 1:2-Satzrückstand durch. Ringseis berichtet von einem harten Match. "Wir haben uns wieder mal mit zu vielen Fehlern im Angriff und am Aufschlag das Leben selbst schwer gemacht. Erst im fünften Satz haben wir zu unserem normalen Spiel gefunden und den dann doch recht klar gewonnen. Ich hab als Libero durchgespielt und war mit meiner Leistung sehr zufrieden."
Nun geht es für Bühl mit Volldampf weiter. Am Samstag steht das Match gegen den Tabellensechsten Rottenburg am Programm. Mittwoch folgt das Spiel gegen Dresden. In neun Tagen ist der aktuelle Tabellenführer evivo Düren zu Gast in Bühl.

Endlich Erfolgserlebnis für Wallner
Nach einer Serie von sieben sieglosen Matches, Sophie Wallner mit VC Oxyjeunes Sodraep Farciennes gestern den Bann endlich brechen. Vor heimischem Publikum gewann man gegen Datovoc Tongeren mit 3:1 und ist damit vorläufig auch nicht mehr Tabellenschlusslicht.
Schon am vergangenen stand für Wallner das Derby gegen Dauphines Charleroi am Programm. Obwohl es nicht mit einem Sieg klappte, berichtet die Steirerin auch hier von einer guten Leistung des Teams. "Wir haben uns im großen und ganzen gut verkauft. Das war einerseits für uns selbst wichtig. Umgekehrt war das ZuschauerInneninteresse sehr groß und die Leute konnten sehen, dass wir gut gespielt haben. Besonders der vierte Satz war heiß umkämpft und hat aus unserer Sicht mit einem Servicefehler der Käpitänin beim Stand von 23:24 leider jäh geendet. Wie hoch der Stellenwert für alle Beteiligten war, konnte man am und außerhalb des Feldes deutlich merken. Da war alles dabei. Inklusiver Schiedsrichterbeleidigungen, gelber Karten und Trainer-Fight nach dem Match."
Wallners Klub hat Niederlagenserie nun zwar gestoppt, will aber dennoch zwei neue Spielerinnen verpflichten. "Das Transferfenster öffnet sich aber erst wieder am 14.Dezember. Bis dahin müssen wir versuchen, uns selbst aus dem Tabellenkeller herauszukämpfen." - STA


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