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Die Bilanz der ÖVV-Exporte
17.04.2014 14:19

Unsere Stars in Europa

In den kommenden Wochen blicken wir gemeinsam mit den fünf ÖVV-AuslandsakteurInnen auf den Saisonverlauf zurück. Den Anfang macht Florian Ringseis, für den die Meisterschaft mit dem deutschen Topklub TV Ingersoll Bühl am vergangenen Wochenende endete. Sportlich kann Bühl mit dem dritten Platz in der DVL und dem Viertelfinaleinzug im CEV Cup über eine höchst erfolgreiche Saison jubeln.


ÖVV: Seit Sonntag ist für Dich die Meisterschaft offiziell beendet. Mit vier Tagen Abstand. Wie fällt die erste Bilanz aus?
Ringseis: Aus Sicht des Vereins ist das sehr leicht zu beantworten. Wir haben mit dem Halbfinaleinzug in der DVL und den tollen Leistungen im Europacup die Erwartungen fast schon übertroffen. Im CEV Cup hat uns niemand soviel zugetraut und am Ende hat uns nur der spätere Sieger geschlagen. Die Spiele gegen Cuneo, Thessaloniki und Paris waren die absoluten Saisonhighlights.

War Platz drei in der DVL (gemeinsam mit Generali Haching, Anm.) das Optimum?
Wir haben alles versucht. Berlin und Friedrichshafen sind allen anderen Teams in puncto Budget jedoch deutlich überlegen. Wenn man die Heimspiele in Berlin als Beispiel heranzieht. Im dritten Match waren über 5.000 ZuschauerInnen in der Halle. Bei uns waren es rund 1.500. Im Finale werden es in Berlin mit Sicherheit noch einmal 2.000 bis 3.000 mehr sein. Das Spiel ist dort ein Riesenevent und wird super aufgezogen. Wir haben am Sonntag nach dem Match die Bronzemedaille überreicht bekommen und wurden bejubelt. Allein das war schon ein Erlebnis. In Summe gibt es dort einfach noch einmal ganz andere Möglichkeiten als in Bühl. Das muss man zur Kenntnis nehmen, ohne dabei die eigenen Ambitionen zurückzuschrauben.

Nach dem zweiten Jahr in Bühl. Wie sieht der Vergleich zu vorangehenden Saison aus?
Obwohl sich meine Spielzeiten erst in der zweiten Saisonhälfte erhöht haben, bin ich mit meiner Entwicklung sehr zufrieden. Aus meiner Sicht war unsere größte Stärke heuer die mannschaftliche Geschlossenheit. Niemand ist wirklich herausgeragt oder sonderlich abgefallen. Im Team herrschte bis zuletzt ein harter Konkurrenzkampf um die Positionen und das hat sich sehr positiv auf die Leistungen jedes einzelnen ausgewirkt. Bei mir sehe ich Fortschritte in der Annahme und in der Verteidigung. Da bin ich ruhiger geworden. Die Saison war neuerlich eine Riesenherausforderung für mich und hat meine Erwartungen in dieser Hinsicht voll erfüllt.

Die Spielzeiten hast Du angesprochen. Ist der Status Quo nicht etwas unzufriedenstellend?
Einerseits ja. Andererseits ist es ja nicht so, dass ich das Gefühl habe, mich nicht verbessert zu haben. Diese Kombination wäre ansonsten natürlich fatal. Ich bin mittlerweile aber auch selbstbewusst genug, um zu sagen, dass ich mithalten kann und das in der Zukunft auch wesentlich öfter am Spielfeld und im Wettkampf zeigen will.

Du wurdest oftmals als „zweiter“ Libero bzw. als Defensivspezialist eingesetzt. Wäre ein Fokus auf die Libero-Position da nicht die logische Konsequenz?
Fakt ist, dass ich diese gesamte Saison voll als Angreifer trainiert habe. Im Spiel konnte ich meine Offensiv-Qualitäten leider nur selten unter Beweis stellen. Mir ist aber natürlich klar, dass ich als Angreifer relativ schnell an meine Grenzen stoßen werde. Mittel- bis langfristig macht diese Überlegung daher auf jeden Fall Sinn und ich sehe das ebenso als große und tolle Aufgabe.

Die Gespräche mit Bühl laufen. Grundsätzlich spricht also nichts gegen einen Verbleib?
Absolut nicht. Die Bedingungen in Bühl sind sehr professionell. Das gesamte Umfeld versucht auf alle Wünsche einzugehen. Dazu geniest Volleyball in der Stadt einen großen Stellenwert und die Menschen stehen hinter dem Sport. Man kann fast von einem "Starfaktor" in der Stadt sprechen. Wohlfühlen ist in Bühl auf jeden Fall kein Problem.

Gibt es dennoch eine Sache, die Dir im Vergleich zu Österreich besonders abgeht?
Ich würde sagen, dass die Sprache auch nach zwei Jahren noch gewöhnungsbedürftig ist. Will ich alles genau verstehen, ist höchste Konzentration angesagt. Umgekehrt ist es genauso. Das kann ich aber auch zu meinem Vorteil nützen...

Damit ist es nun zumindest vorübergehend vorbei. Ab 28. April beginnt die Vorbereitung mit dem AUSTRIA Volleyballteam...
Aktuell stehen in Bühl noch viele Ehrungen und Treffen mit Sponsoren am Programm. Dann ist die Saison in Deutschland tatsächlich abgeschlossen und mir bleibt eine Woche, um in Wien Zeit mit meiner Freundin, der Familie und Freunden zu verbringen und etwas zu entspannen. Ich freue mich natürlich auch schon auf das Nationalteam. Mit der EM-Qualifikation und der CEV European League erwarten uns innerhalb kurzer Zeit wieder zwei interessante Aufgaben.

Zass kämpft um Finaleinzug
In der kommenden Woche sprechen wir mit Frankreich-Akteur Philipp Kroiss und befragen ihn, mit welchen Eindrücken von der Ligue A und Montpellier er nach Österreich zurückkkommt.
Neben den beiden Montpellier-Kräften Kroiss und Schneider ist auch für Sophie Wallner in Belgien die Saison bereits beendet.
Einzig Thomas Zass ist in der griechischen Volleyleague noch aktiv. Im Halbfinale der Playoffs legte er mit Syros ein tolles Comeback hin. Nach den ersten beiden Matches lagen die Insulaner mit 0:2 zurück. Nachdem sie in dieser Woche beide Heimspiele knapp gewinnen konnten, folgt am kommenden Mittwoch gegen Olympiacos ein Entscheidungsmatch um den Finaleinzug. - STA


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