Österreichischer Volleyballverband - Beach 
 
ÖVV-Auslandskräfte im Blickpunkt
04.09.2014 22:51

Unsere Stars in Europa,#1

Wie in den vergangenen Jahren, verfolgen wir auch heuer wieder die österreichischen Volleyball-Profis im Ausland. Wöchentlich liefern wir Hintergründe zu den aktuellen Ereignissen in ihren Klubs und lassen Alex Berger und Co. zu Wort kommen. Teil eins beschäftigt sich mit den ersten Eindrücken von der neuen Saison und den oftmals neuen Vereinen.

Verletzungsserie in Montpellier
Unverändert in Montpellier sind auch heuer Philipp Kroiss und Philip Schneider aktiv. Während sich der französische Süden in Sachen Wetter von seiner besten Seite präsentiert, gab es in der Mannschaft von Beginn an arge Verletzungsprobleme. "Fünf Tage vor meiner Ankunft wurde bekannt, dass der neue serbische Außenangreifer mit einem Bandscheibenvorfall für die gesamte Saison ausfällt. Im ersten Training reißt sich der spanische Angriffer Delgado das Kreuzband und steht damit ebenfalls nicht zur Verfügung. Dazu hat sich auch Philip gleich eine Muskelverletzung zugezogen und muss derzeit pausieren", schildert Kroiss.
Hinzu kommt, dass zwei französische Mittelblocker bei der WM und zwei weitere Nachwuchsspieler bei der U20 EM im Einsatz sind. "Viele Leute sind wir im Training daher nicht. Das Training mit dem neuen Coach gefällt mir dafür sehr gut und es ist aus jetziger Sicht vielseitiger und anspruchsvoller als im vergangenen Jahr. Und mit dem tollen Wetter fällt sowieso alles gleich viel leichter."

Berger gut in Nantes angekommen
Seit mittlerweile drei Wochen lebt Alex Berger nunmehr in Frankreich bei seinem neuen Verein Nantes. "Nach den Eingangstests haben wir Zeit zum Einleben bekommen. Jetzt stehen wir in der dritten Trainingswoche und arbeiten nun auch mehr mit dem Ball. Bis dahin haben wir uns mit allem außer Volleyball beschäftigt und ordentlich an der Kondition gearbeitet", berichtet der Oberösterreicher.
Ähnlich wie in Montpellier ist auch Bergers Team aufgrund der WM noch nicht vollständig. "Ein kanadischer Mittelblocker und der finnische Libero fehlen noch. Mal sehen, wann sie zu uns stoßen. Die ersten Testmatches sind bereits fixiert. Am 19. September treffen wir beispielsweise auf Rennes, wo ich es mit Angel Perez gleich mit einem ehemaligen Innsbrucker Mitspieler zu tun bekomme."
Der Wohlfühlfaktor ist beim Aichkirchner bereits gegeben: "Mir geht es sehr gut und ich fühle mich sehr wohl."

Thaller: "Keine Angst. Stade Poitvin Volley Beach hat nichts mit Beach Volleyball zu tun."
Der etwas missverständliche Teamname Stade Poitvin Volley Beach (SPVB) ist laut Max Thaller leicht zu erklären: "In Poitiers gibt es auch noch einen anderen Volleyball-Verein. Also keine Angst. Stade Poitvin Volley Beach hat nichts mit Beach Volleyball zu tun."
Obwohl Portiers derzeit nur in der französischen Ligue B spielt, hat der Verein große Tradition. "2011 wurden sie zum zweiten Mal Meister. Nach finanziellen Problemen hat man sich nun wieder von ganz unten nach oben gearbeitet. Das Ziel sind ganz klar die Playoffs. Dementsprechend hat es auch einige Veränderungen im Kader gegeben. Fünf Abgängen stehen sieben Neuzugänge gegenüber", beschreibt Thaller die Situation.
Persönlich fühlt sich der Steirer bereits sehr wohl und führt dies auch auf die gute Organisation im Verein zurück: "Der Verein wird sehr familiär geführt, der Trainer ist der ehemalige Zuspieler von Poitiers (Brice Donat, Anm.). Ich habe eine schöne Wohnung und bekomme zweimal täglich Essen. Obwohl die Arbeitssprache nahezu ausschließlich Französisch ist, gibt es im Training bislang eigentlich keine Probleme."
Die ersten Bewährungsproben für das neue Team stehen ebenfalls bereits kurz bevor: "Dieses Wochenende bestreiten wir ein Testturnier. Kommende Woche testen wir gegen die Erstligisten Sete und Nantes", blickt Thaller auf die bevorstehenden Ereignisse.

Blagojevic zurück in Italien
Aleksandar Blagojevic ist nach einer kurzen Auszeit wieder zurück beim angestammten italienischen A1 Verein Pallovolo Molfetta. Die neue Saison hat für den Wiener mit harten Konditionseinheiten begonnen: "Wir trainieren aktuell wie die Irren elfmal pro Woche. Neben dem Balltraining stehen Athletik- und Konditionstraining sowie Schwimmen am Programm. Der neue Trainer nimmt uns jeden Tag ziemlich ran. Teilweise stehen wir vormittags und nachmittags je drei Stunden im Training. Dazu arbeiten wir extrem an der Technik", erzählt Blagojevic.
Dass der junge Blagojevic über beeindruckende athletische Fähigkeiten verfügt, unterstreicht folgende Anekdote: "Vor kurzem haben wir die Reichhöhe beim Angriff gemessen. Mit 3,62 Metern war ich der Beste des Teams. Ein tolles Gefühl, wenn man sieht, dass sich die zuvor geleistete Arbeit bezahlt macht."

Buchegger berichtet aus Bühl
Paul Buchegger ist mit 18 Jahren der jüngste österreichische Spieler im Ausland. Mit seinen guten Leistungen im Rahmen der Nachwuchs-Nationalteams und beim UVC Holding Graz erweckte Buchegger das Interesse des Trainers Ruben Wolochin, der ihn nun nach Bühl lotste. Der Oberösterreicher ist seit einigen Wochen in Deutschland und berichtet durchaus zufrieden: "Ich habe mich schon gut eingelebt. Das liegt wohl auch daran, dass die Stadt sehr klein und übersichtlich ist. Dazu sind die Leute alle sehr freundlich und hilfsbereit."
Bühl testet bereits fleißig. Im Gegensatz zu vielen anderen Teams fehlt ihnen nur noch ein Spieler. "Wir sind beinahe komplett und können uns perfekt vorbereiten. Dreimal haben wir bereits gegen Zwolle Landstede Volleyball getestet. Kommendes Wochenende reisen wir nach Frankreich und spielen gegen Nancy."

Thomas Zass künftig beim spanischen Vizemeister
Ganz frisch ist sozusagen der Wechsel von Thomas Zass in den spanischen Süden. Der Tiroler hatte bereits am Ende der vergangenen Saison angedeutet, dass er Griechenland gerne verlassen würde. Erst vor kurzem wurde der Wechsel zum spanischen Vizemeister Unicaja Almería finalisiert. Almeria ist mit neun Meistertiteln der erfolgreichste Verein der spanischen Ligageschichte. Der letzte gelang in der Saison 2012/2013. Seit dieser Woche weilt Zass in Almeria. Das gemeinsame Training ist bereits gestartet, Zass wird von Vereinsseite als international erfahrener Spieler gelobt.
Nach der Vorbereitung steht am 4. Oktober mit dem Supercup gegen den amtierenden Meister CAI Teruel die erste echte Bewährungsprobe am Programm.

Teamspielerin Markovic in Aachen
Das weibliche Pendant zu Paul Buchegger ist Srna Markovic. So wie Buchegger ist auch Markovic erst 18 Jahre alt. Bereits seit fast vier Jahren ist die Wienerin fixer Bestandteil in diversen Nachwuchsnationalteams. Bei den Damen zählt sie ebenfalls bereits zum Stammkader.
Nach vielen Jahren bei SV Schwechat nahm Markovic im Sommer die Möglichkeit wahr, zum Vierten der abgelaufenen Deutschen Volleyball Bundesliga, Ladies in black AACHEN, zu wechseln.Ihren Trainer, Marek Rojko, kennt Markovic bereits aus diversen Begegnungen mit der slowakischen Nationalmannschaft bzw. seinem Ex-Verein Doprastav Bratislava.
Trainiert wird in Aachen seit dem vierten August. "Die Mannschaft ist wirklich grandios. Totales Teamgefühl und es herrscht gute Stimmung. Ich bin hier sehr gefordert und glücklich ein Teil dieses Teams sein zu dürfen. Jetzt beginnen die Trainingsspiele. Ich denke, dass wir uns sehr gute auf den Ligastart vorbereiten", schildert Markovic.
Bestens informiert ist die Wienerin bereits über die Fans: "Wir haben angeblich die lautesten und verrücktesten Fans in ganz Deutschland. Umso mehr bin ich auf die ausverkauften Heimspiele und darauf, dass sie zu jedem Auswärtsspiel mitreisen gespannt." - STA


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