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Österreicher-Duell in Frankreich
06.11.2014 14:15

Unsere Stars in Europa,#10

Wenn in dieser Saison drei der insgesamt neun Auslandsösterreicherinnen am gleichen Feld stehen, dann lautet das Duell Montpellier gegen Nantes Reze. Philipp Kroiss und Philip Schneider auf der einen sowie Alex Berger auf der anderen Seite kämpfen am Samstagabend vor den Augen von Teamtrainer Michael Warm um den nächsten Erfolg der französischen Ligue A.

Klarer Heimerfolg für Zass
Bereits den vierten Sieg in Folge konnte Thomas Zass mit Almeria am vergangenen Wochenende einfahren. Die Gäste aus Madrid waren über die gesamte Spieldauer klar unterlegen und hatten Almeria nur wenig entgegenzusetzen. Der Trainer von Thomas Zass nutzte die Begegnung für zahlreiche Wechsel. Zass kam so nur im ersten und zweiten Satz zum Einsatz. "Madrid hat in der Tabelle noch keinen Punkt und ich kann mir gut vorstellen, dass das auch so bleiben wird. Der Trainer hat mich daher nach eineinhalb Sätzen bereits geschont", schildert der Tiroler.
Almeria ist aufgrund des Ligaausstiegs von Andorra am kommenden Wochenende spielfrei. Weiter geht es daher erst am 15. November.

Kroiss: "Meisterschaft top, Cup Flop"
Ein Wechselbad der Gefühle war die vergangene Woche für die beiden Montpellier-Akteure Philipp Kroiss und Philip Schneider. Am Samstagabend gelang ihnen in Chaumont ein hart erkämpfter 3:2-Sieg. Nur drei Tage später mussten sie sich im Cup gegen den Zweitligisten Nice mit 0:3 klar geschlagen geben.
Kroiss schildert seine Sicht der Dinge: "Der Sieg in Chaumont war für uns extrem wertvoll. Man spielt dort in einer sehr kleinen, aber vollkommen ausverkauften, Halle. Chaumont war letzte Saison Vierter und ist nahezu unverändert geblieben. Nachdem sie uns im dritten Satz ziemlich deklassiert haben, hätten wohl nicht mehr viele auf uns gesetzt. Wir haben aber wieder Charakter gezeigt und sind zurückgekommen. Neben dem dritten Sieg in Folge, freut mich das besonders."
Nebenbei erwähnt glänzte Schneider einmal mehr als Topscorer seiner Mannschaft (24 Punkte), Kroiss hielt die Annahme.
Einen Tag darauf stand für Kroiss und Co. die zehnstündige Reise nach Nice am Programm. Dienstagabend folgte dann die große Ernüchterung: "Keine Ahnung woran es genau lag. Vielleicht waren es insgesamt zu viele Stunden im Hotel und zu wenig Training. Vielleicht sind das auch nur Ausreden, auf jeden Fall war die Leistung katastrophal. Das Einzige was ok war, war die Annahme, im Angriff hatten wir null Durchschlagskraft und die Block- und Abwehrarbeit war peinlich. Nice hingegen ist alles aufgegangen. So ist eben der Cup. Sie hatten keinen Druck, wir mussten gewinnen..."
Nach einem Tag Pause sind die Köpfe dennoch bereits wieder nach oben gerichtet: "Die Stimmung ist schon wieder sehr gut. Der Cup ist abgehakt und am Samstag wollen wir gegen Nantes mit Alex Berger wieder zuschlagen. In diesem Match soll Alex auf keinen Fall seine bisher sehr guten Statistiken halten können", meint Kroiss abschließend.

Erster Sieg für Berger mit Nantes
Erleichterung dürfte sich am vergangenen Freitag nach dem ersten Saisonerfolg von Nantes Reze bei Alex Berger und seinen Teamkollegen breit gemacht haben. Nantes gewann vor heimischem Publikum gegen Sete mit 3:1. Als Man of the Match kann der Aichkirchner bezeichnet werden. Mit 23 Punkten ist er Topscorer der Begegnung und liefert zudem in der Annahme eine Spitzenleistung ab. Knackpunkt des Matches war der dritte Durchgang, den Nantes trotz Rückstand noch umdrehen und schlussendlich mit 31:29 für sich entscheiden konnte. Der anschließende vierte Satz verlief danach klar zu Gunsten der Gastgeber.
Für das Österreicher-Duell am Samstagabend ist Berger zuversichtlich: "Diese Woche bereiten wir uns konzentriert auf Montpellier vor. Ich freu mich schon die Phili(p)ps zu treffen. Natürlich wollen wir unbedingt an das vergangene Match anknüpfen. Noch dazu wird auch Teamtrainer Michael Warm live vor Ort sein und uns drei beobachten!"

Thaller: "Sieg im Cup war wichtig"
Während es für Max Thaller und Poitiers in der Meisterschaft noch nicht nach Wunsch läuft, gelang am Dienstagabend immerhin im Cup ein klarer 3:0-Sieg: "Gegen Rennes haben wir in der Meisterschaft eine böse Überraschung erlebt und haben komplett ohne Chance verloren. Dass unsere Leistung wirklich schlecht war, hat uns auch der Trainer ziemlich deutlich gemacht. Umso wichtiger war der 3:0-Sieg im Cup gegen den Drittligisten Saint Brieuc."
Für Thaller und Co. wird es nun auch endlich etwas ruhiger: "Fünf Spiele in 18 Tagen, davon drei auswärts, haben bei vielen Spielern Spuren hinterlassen. Ich fühle mich noch sehr fit und habe erst gestern wieder ein Extratraining absolviert", schildert der Steirer.
Am kommenden Samstag trifft Poitiers zuhause auf Cambrai.

Knappe Niederlage für Molfetta
Von einem emotionalen Match berichtet Aleksandar Blagojevic. "Am Sonntag haben wir zuhause gegen Top Volley Latina mit 2:3 verloren. Nach einem komplett verschlafenen ersten Satz (8:25, Anm.) unsererseits, haben wir danach zum Glück ins Spiel gefunden und sind sogar in Führung gegangen. Im vierten Satz sind wir aber relativ rasch wieder zurückgelegen und das hat sich auch im Tie-Break fortgesetzt."
Blagojevic wurde mit Ausnahme des ersten Satzes eingewechselt und schaffte vier Punkte. Besonders in Erinnerung geblieben ist dem Wiener die tolle Stimmung: "Knapp 2.000 ZuschauerInnen haben dafür gesorgt, dass ich nach dem Spiel Kopfschmerzen hatte. Das habe ich noch nicht oft erlebt."
Am Sonntag geht es für Molfetta in Padova weiter.

Bühl im CEV Cup erfolgreich
Nach einem spielfreien Wochenende war für den TV Bühl mit Paul Buchegger der Fokus voll auf das CEV Cup Hinspiel gegen Bigbank Tartu (EST) gerichtet. Obwohl die Ausgangslage aufgrund einiger Verletzungssorgen nicht ideal war, konnte sich Bühl zuhause behaupten und mit 3:1 gewinnen. Eine 2:3-Niederlage reicht nun bereits für den Aufstieg. Buchegger berichtet vom Match: "Zu Beginn haben wir sie überhaupt nicht ins Spiel kommen lassen. Im dritten Satz haben wir leider nachgelassen und ihnen einige Punkte geschenkt. Danach waren wir aber wieder entschlossen und konnten so relativ klar mit 3:1 gewinnen." Für das Rückspiel in zwei Wochen bedeutet der Heimsieg eine sehr gute Ausgangsposition.
Vorerst steht aber wieder die deutsche Bundesliga am Programm. Am Samstag trifft Bühl auf den VfB Friedrichshafen!

Aachen im Pokal-Viertelfinale
Während Aachen in der deutschen Bundesliga weiter auf den ersten Sieg warten muss, stehen Srna Markovic und Co. im Pokal bereits im Viertelfinale. Am Mittwochabend hatten sie gegen Stuttgart 2 leichtes Spiel und gewannen klar mit 3:0. Markovic freut sich bereits über den nächsten Gegner: "Hamburg ist wahrscheinlich das bestmögliche Los für. Wenn wir nicht eine Leistung wie gegen Münster zeigen, haben wir gute Aufstiegschancen."
Markovic spielt auf die jüngste 0:3-Niederlage in der Bundesliga an: "Die Annahme war eine Katastrophe und im Angriff haben wir uns oft nicht einmal gegen einen Einzelblock durchsetzen können. Das Spiel ist aber schon abgehakt und wir schauen schon wieder nach vorne. In Wiesbaden wird es am Samstag sicher auch nicht leicht."

Hartes Wochenende für Wallner
Für Sophie Wallner stand am vergangenen Wochenende das erste Turnier der skandinavischen Meisterschaften am Programm. Wallner gelang mit ihrem Team Angelholm am Ende Platz zwei unter vier Teams. "Damit ist das wichtigste Ziel, die Teilnahme am Finalturnier nach Weihnachten, gesichert", weiß die Steirerin.
Der Weg zum zweiten Platz erwies sich als durchaus holprig. "Neben einigen krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen, fehlte auch unsere Diagonalangreiferin, die mit dem Nationalteam ein Turnier bestritt. Hinzu kam, dass ich einen Tag vor Turnierbeginn plötzlich einen Hexenschuss hatte und mich kaum noch rühren konnte. Wir haben alles versucht und mit viel Zähne zusammenbeißen, konnte ich wenigstens am ersten und dritten Tag spielen. Am zweiten Tag hatten wir zum Glück den schwächsten Gegner, denn da hätte ich unmöglich eingreifen können. Ende gut, alles gut, könnte man also bilanzieren", fasst Wallner zusammen.
Lange Zeit zur Erholung blieb Wallner im Anschluss nicht. Bereits am Mittwochabend stand das nächste Meisterschaftspiel gegen Svedala bevor. "Wir haben fast unerwartet klar mit 3:0 gewonnen. Besonders am Service waren wir heute eine Macht. Damit sind sie überhaupt nicht klar gekommen", berichtet Wallner. - STA


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