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Vierte Saison für wöchentliche Berichte
24.09.2015 12:01

Unsere Stars in Europa,#1

Seit der Saison 2012/2013 berichten wir wöchentlich über die Aktivitäten der ÖVV-Auslandsprofis. Knapp einen Monat vor dem Beginn der Meisterschaften eröffnen wir die vierte Saison von "Unsere Stars in Europa" mit einem aktuellen Statusbericht der aktuell acht ÖVV-Teamspielerinnen im Ausland.

Berger laboriert an Sprunggelenksverletzung
Keinen guten Start erlebte ÖVV-Teamkapitän Alexander Berger bei seinem neuen italienischen Klub Tonazzo Padova: "Leider bin ich gleich nach einer Woche Training einem anderen Spieler auf den Fuß gesprungen und ziemlich umgeknickt. Zum Glück ist es nicht allzu schlimm. Dennoch bin ich schon seit zwei Wochen am Therapieren. Das ist natürlich etwas mühsam, speziell wenn man neu beim Klub ist", schildert der Oberösterreicher.
Vom Klub zeigt sich Berger beeindruckt: "Ich bin sehr happy. Hier geht es sehr professionell zu. Wir sind in jedem Training mindestens zwölf Spieler, dazu kommen zwei Trainer, zwei Athletiktrainer, ein Statistiker und zwei Physios. Dafür sind wir eine verdammt junge Mannschaft, ich bin der zweitälteste Spieler. Ein Libero, der zweite Diagonalspieler und ein argentinischer Außenangreifer fehlen derzeit noch!"

Blagojevic arbeitet in Molfetta am Comeback
Für Aleksandar Blagojevic ist nach seiner Schulter-Operation vorerst nur lockeres Balltraining angesagt. "Momentan mache ich nur Krafttraining und Therapien für die Schulter. Jetzt hab ich einen Termin beim angeblich besten Schulter-Spezialisten in Forli und bin natürlich schon auf seine Meinung gespannt."
Sein Team, Exprivia Molfetta, sieht Blagojevic positiv: "Wir sind zwar eine etwas jüngere Mannschaft, vom Niveau aber sicher etwas besser als vergangene Saison. Damit bleibt auch das Ziel Playoff unverändert. Testspiele gegen A2-Teams haben wir relativ locker gewonnen."
Auch im Rundherum ist in Molfetta einiges in Bewegung. Neuer Coach ist Ex-ÖVV-Kurzzeittrainer Flavio Gulinelli. Dazu wird derzeit die Spielhalle auf 4.000 Zuschauerplätze erweitert und ein neuer Boden verlegt.
Neu ist auch Blagojevics Auto. "Das erste Vereinsauto wurde mir vor kurzem innerhalb weniger Stunden gestohlen. Das zweite kann ich hoffentlich länger nutzen", nimmt es der Wiener mit Humor!

Hohe Ziele für Beauvais und Philipp Kroiss
Der oberösterreichische Teamlibero Philipp Kroiss absolviert derzeit gerade die dritte Saisonvorbereitung bei einem französischen Klub. Nach zwei Jahren in Montpellier wechselte der Ennser nach Beauvais und zeigt sich bislang sehr zufrieden: "Ich würde sagen, dass ich mich hier schon gut eingelebt habe. Die bisherige Vorbereitung ist sicher die härteste, die ich in Frankreich bisher absolviert habe. Unser italienischer Athletikcoach gibt ziemlich Gas und ich habe aktuell schon 3,4 Kilogramm zulegt. Neben den Balleinheiten zählen derzeit Schwimmen, Cardio und natürlich viel Krafttraining zum fast täglichen Programm. Wenn etwas derzeit noch nicht optimal ist, dann ist es unser Team. Mit Vincic, Van Walle und Kral (alle EM-Vorbereitung, Anm.) sowie unserem jungen zweiten Libero fehlen noch vier sehr gute Spieler."
Die ersten Testspiele sind daher auch in einem anderen Licht zu sehen. Bis zum Saisonstart am 24. Oktober, bei dem Kroiss ausgerechnet auf seinen Ex-Klub Montpellier und ÖVV-Teamkollegen Philip Schneider trifft, stehen jedoch noch viele Testmatches am Programm.
Das alles soll Beauvais wieder in die Playoffs führen: "In den vergangenen Jahren waren sie immer mit dabei. Dazu standen sie 2014/2015 auch im Pokalfinale. Das sind natürlich hochgesteckte Ziele. Speziell in einer Liga, in der jede Woche fast alles passieren kann", erklärt Kroiss.

Schneiders siebte Saison bei Montpellier
Der Vorarlberger Philip Schneider bestreitet heuer bereits seine siebte Saison in Montpellier und zehnte Saison im Ausland.
Sein Klub verzeichnete heuer einen großen personellen Umbruch. Neben Philipp Kroiss verließen mit Le Goff, Lynell, Redwitz und Lafitte noch vier weitere Topspieler den Verein. Neu im Boot sind dafür Zuspieler Viciana (ES), Diefenbach (NED), Linz (CZE) und Mariano (BRA).
Ob Montpellier heuer erstmals seit Jahren wieder die Playoff-Qualifikation schafft, bleibt jedenfalls abzuwarten.

Buchegger auf Erfolgskurs
Paul Buchegger steht vor seiner zweiten Auslandssaison beim TV Bühl in der deutschen Volleyball Bundesliga. Der vielseitige Oberösterreicher berichtet von drei Neuzugängen und einem bislang gelungenen Testprogramm: "Aktuell haben wir drei neue Spieler, allesamt US-Amerikaner, im Team. Zwei von ihnen sind Angreifer, einer ist Zuspieler. In Kürze stößt auch der australische Mittelblocker vom FIVB World Cup zu uns. Dann sind wir vorläufig komplett. Die Testspiele, davon haben wir immerhin schon neun gehabt, sind recht gut verlaufen. Man muss aber ehrlich zugeben, dass noch keine Topgegner dabei waren. Das kann sich kommendes Wochenende ändern, wenn wir in Verdun (FRA) auf Nancy, Tours und Düren treffen. Mit meiner Leistung bin ich bislang auch recht zufrieden. Als aktuell einziger Diagonalspieler habe ich natürlich sehr viel gespielt!"

Markovic nun in Bayern aktiv
Genauso wie Paul Buchegger freut sich auch Srna Markovic auf ihre zweite Auslandssaison in Deutschland. Die Wienerin hat zum Saisonende allerdings den Verein gewechselt und spielt nun für die Roten Raben Vilsbiburg in Bayern.
Aktuell fehlen den Rote Raben noch mehrere wichtige Spielerinnen: "Drei Spielerinnen sind mit ihren Nationalteams bei der EM am Start. Dazu fehlt unsere zweite Diagonalspielerin, die gerade am Daumen operiert wurde. Und in dieser Woche sind neben mir noch zwei weitere Spielerinnen krank geworden. Derzeit ist die Vorbereitung also nicht so leicht. Als junge Mannschaft ist unser großes Ziel aber ohnehin im Laufe der Saison zusammenzuwachsen und am Ende stark zu sein", berichtet Markovic aus dem "Rabennest".

Ringseis einer von neun Neuzugängen der United Volleys
Der Wiener Teamlibero Florian Ringseis kehrt bekanntlich nach einem Jahr in Finnland wieder in die deutsche Volleyball Bundesliga zurück. Gemeinsam mit ÖVV-Teamtrainer Michael Warm steht er künftig in den Diensten des höchst ambitionierten Aufsteigers der United Volleys.
Dass es den United Volleys, die ihre Heimspiele in Frankfurt austragen, sehr ernst ist, zeigen insgesamt neun Neuzugänge. Darunter sind mit Christian Dünnes und Jan Zimmerman gleich zwei deutsche Teamspieler. Auch der deutsche Mittelblocker Lukas Bauer ist alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Mit Ringseis, Klobucar (SVK) und Fraser (CAN) stehen damit drei Ausländer in den Reihen der United Volleys.
Bis zum Saisonauftakt am 23. Oktober bleibt der Warm-Truppe noch ein Monat Vorbereitungszeit. Dann empfangen Ringseis und Co. in der Fraport-Arena niemanden Geringeren als den deutschen Rekordmeister und amtierenden Champion VfB Friedrichshafen.

Zass lernt türkisch
Nach dem Meistertitel mit Almeria in der spanischen Liga, zog es den Tiroler Thomas Zass im Sommer bekanntlich in Richtung Türkei. Der Zweitligist Adana Byz Algomed Spor hat Großes vor und hat dafür auch den Österreicher verpflichtet.
Zass, der im Rahmen der CEV European League Anfang August einen Bänderriss im Knöchel erlitt, trat die Reise in die Türkei vor rund einem Monat noch mit Gips an. "Dort angekommen, wurde ich sofort nochmal genau untersucht. Zum Glück war der Heilungsprozess schon gut fortgeschritten. Nach zwei Wochen Lasertherapie konnte ich schon wieder gut trainieren. Seit rund zehn Tagen geht es wieder ohne jegliche Einschränkung."
In den ersten Testspielen stand der Tiroler bereits wieder am Feld. "Bei einem Turnier mit anderen Zweitligisten haben wir klar gewonnen. Gegen das Erstligateam Gaziantep haben wir in dieser Woche mit 1:3 verloren. Im Team bin ich gemeinsam mit einem Brasilianer der einzige Ausländer. Mit ihm und einigen Türken klappt die Verständigung auf Englisch gut. Das Trainerteam und der Manager sprechen dagegen kein Wort Englisch. Alle organisatorischen Sachen sind derzeit also eine große Herausforderung!"
Die Lebensumstände in Adana beschreibt Zass als interessant: "Ich habe eine riesige Wohnung im Stadtzentrum und die Stadt ist recht cool. Zum Glück wohne ich im schönsten Teil, denn andere Viertel soll man eher meiden. Spannend ist außerdem, dass gerade überall Schafe auf der Straße verkauft weil, weil jetzt Bayram ist und da viele Schafe geopfert werden. Angeblich passiert das auch kurz vor den Playoffs. Andere ungewöhnliche Sachen gibt es natürlich auch zu sehen. Zum Beispiel Familien mit Babies, die auf einer Couch sitzen, die auf der Ladefläche eines Pickup steht, der mit 120 km/h auf der Autobahn fährt. An den Muezzin hab ich mich dagegen schon gewöhnt, obwohl ich neben einer Moschee wohne und das schon ziemlich laut ist." - STA


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